Figurentheater Julia Raab – „… im Frühling hat man keine Lust zu sterben“

Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1942-45)

Krystina, Johanna, Hildegard. Sechs Stunden blieben ihnen, um zu wählen, was noch zu sagen ist und wem. Sechs Stunden bis zum sicheren Tod, kühl und professionell organisiert in Nazideutschland. Hier vor dem leeren Blatt Papier tickt die Zeit plötzlich anders…

Die Lesung verfolgt minutiös, wie aus kaltem Gesetzestext ein heißes Ringen um das Leben und die Vernunft wird, was Zellenhaft mit Frauen macht und welche Interessen Dritte an der Verwendung der Körper nach der Hinrichtung anmelden durften.

Durch Mittel des Objekt- und Figurentheaters werden die schockierenden Dokumente der Unmenschlichkeit und die in diesem Zusammenhang entstandenen letzten Briefe der Frauen in einen ergreifenden Dialog gesetzt. Die szenische Lesung entstand in Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und der Gedenkstätte Roter Ochse in Halle (Saale).

Dauer: Lesung 40 Minuten +  Nachgespräch
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 Jahre & Erwachsene

Bild: Julia Fenske

Wann

7. November 2026    
15:00 – 16:00

Wo

Puschkino kleiner Saal
Kardinal-Albrecht-Straße 6, Halle (Saale), Sachsen-Anhalt, 06108