Wir sehen Hautfarbe, Kleidung, eventuell eine Behinderung. Wir hören, wie jemand spricht und manchmal riechen wir einander auch. Anhand dieser Eindrücke sortieren wir jede Person in weitere Schubladen ein. Diese Unterscheidungen zwischen Menschen sind nicht einfach da oder natürlich gegeben. Sie kommen erst durch unsere Sortierarbeit zustande. Manche Unterscheidungen werden beispielsweise durch Normen oder Infrastrukturen aufrechterhalten, manche anderen werden mit der Zeit fallen gelassen. Manche bemerken wir gar nicht, um andere streiten wir. Die Ausstellung „Menschen sort[ier]en“ thematisiert diese Vorgänge. Der Titel der Ausstellung ist bewusst zweideutig gehalten und soll ausdrücken: Menschensorten kommen daher, dass wir Menschen sortieren. Rauminszenierungen illustrieren jede der vorgestellten Arten des Unterscheidens, um praktische Beispiele, interaktive Angebote und konkrete Denkanstöße zu bieten.
Die Ausstellung „Menschen sort[ier]en“ des Sonderforschungsbereiches 1482 Humandifferenzierung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbereich Grundschulpädagogik der MLU wird vom 26. Oktober bis zum 11. Dezember auf dem Campus der Franckeschen Stiftungen gezeigt. Die feierliche Eröffnung findet am 26.10.2026 um 18 Uhr mit einem Vortrag von Dr. Peter Hofmann (JGU Mainz) „Humandifferenzierung und ihre Erforschung: Die vielfältigen Weisen, in denen Menschen einander unterscheiden“ statt.
Öffnungszeiten: Montag 16-18 Uhr, Dienstag 18-20 Uhr, Mittwoch 15-19 Uhr, Donnerstag 12-14 Uhr, Freitag 14-16 Uhr.
Sollten Sie außerhalb der Öffnungszeiten die Ausstellung mit einer Gruppe besuchen wollen, wenden Sie sich bitte per Mail an uns: marian.laubner@paedagogik.uni-halle.de Die Ausstellung ist über einen Fahrstuhl barrierefrei zugänglich.

