LESUNG UND GESPRÄCH Julia Schoch liest “Mit der Geschwindigkeit des Sommers”

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Im Rahmen der Tagung: OST|WEST|DIFFERENZ: Eine unterschätzte Kategorie in der Erziehungswissenschaft? an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg liest Julia Schoch aus ihrem Roman:

„Mit der Geschwindigkeit des Sommers“

Von zwei Schwestern, die ihre Jugend zu DDR-Zeiten im Stettiner Haff verlebten und nach 1989 unterschiedliche Wege einschlugen, erzählt Julia Schoch in ihrem Roman „Mit der Geschwindigkeit des Sommers“. Das Buch zeichnet sich vor allem durch seine sprachliche Dichte und leise, fast schmerzliche Melancholie aus. Schoch gelingt es, die Erfahrungswelt einer Generation einzufangen, die in der Spätphase der DDR aufgewachsen ist und deren Gewissheiten sich mit der Wende plötzlich auflösten. Die Autorin blickt dabei nicht mit Ostalgie zurück, sondern seziert die emotionale und räumliche Landschaft der Provinz – insbesondere einer Garnisonsstadt an der Ostsee. Der Übergang in die neue gesellschaftliche Ordnung wird hier nicht als lautes historisches Ereignis erzählt, sondern als schleichende Erschütterung, die zwar neue Lebensentwürfe eröffnet, zugleich aber Biographien entwurzelt, Beziehungen entfremdet und Orientierungslosigkeit hinterlässt.

Moderation: Sandra Koch & Anna Roch

Wann

5. November 2026    
18:00 – 19:30

Wo

Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Haus 7, Deutscher Saal
Franckeplatz 1, Haus 7, Deutscher Saal, Halle, Sachsen-Anhalt