Lesung \“unsere Töchter, die Nazinen\“

Szenische Lesung mit anschließendem Austausch

„Ich schloss die Augen, wo ich sie hätte öffnen müssen“

1933/34 entstanden, erzählt Hermynia Zur Mühlens Roman „Unsere Töchter, die Nazinen“ die Geschichte dreier Mütter und ihrer Töchter. Eindringlich schildert die Autorin unterschiedliche Haltungen zum Erstarken des Nationalsozialismus und die damit verbundenen Gefühle: Angst, Wut, Resignation, Begeisterung, Widerstand und Mitläufertum.

Dabei verbindet sie persönliche Beziehungen und Generationenkonflikte mit den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen der Zeit. Aus weiblicher Perspektive zeigt der Roman, wie Menschen auf den Aufstieg einer antidemokratischen Bewegung reagieren – und wie sich eine Gesellschaft verändert, wenn diese Bewegung nach der Macht greift.

Ein erschreckend aktuelles Buch.

Um 1930 leben drei Frauen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten in einer Kleinstadt am Bodensee. Ihre Lebensgeschichten sind miteinander verbunden. Anhand der Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern erzählt Hermynia Zur Mühlen von einer Gesellschaft, in der politische Überzeugungen, persönliche Interessen, Angst und Anpassung immer stärker miteinander kollidieren.

Hermynia Zur Mühlen (1883–1951) war eine österreichische Autorin und Publizistin. Ihre Werke wurden bereits 1933 von den Nationalsozialisten verboten und im Rahmen der Bücherverbrennungen vernichtet.

 

Eintritt frei. Über eine Unterstützung für unser neues Projekt freuen wir uns.

 

Wann

3. November 2026    
19:00 – 20:30

Wo

Frauenzentrum \"Dornrosa\"
Karl-Liebknecht-Straße 34, 06114 Halle, Halle (Saale), 06114