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SUMMARY:Möglichkeiten\, Sorgen und Wunschvorstellungen. Wie übersetzt man
  (Sprach-)Bilder des »Noch-nicht«?
DESCRIPTION:Das erschöpfte Bundeskanzleramt in Berlin wird von einem vielf
 ältigen Wir aus Menschen\, Tieren und Pflanzen besetzt. In New York baut 
 man Wolkenkratzer als Staudämme. Riesige Seifenblasen lassen es in der Wu
 ̈ste regnen und machen diese wieder fruchtbar. Doch welche Sprache und we
 lche Form verleiht man Wesen und Dingen\, die es noch nicht gibt? Wie viel
  Bekanntes muss in einem sprachlichen oder visuellen Bild stecken\, damit 
 wir es »begreifen« können? Und wie lassen sich flirrende Hologramme\, c
 hangierende Emotionen und ungreifbare Zustände in elektrisierende Zeichnu
 ngen überführen?\n\nDer Illustrator und Comiczeichner Markus Färber h
 at sich in seiner künstlerischen Arbeit und als Dozent dem Sichtbarmachen
  von (noch) nicht Sichtbarem in Bilder verschrieben. Tim Holland beschäft
 igt sich als Lyriker mit spekulativen (Sprach-)Bildern und ihrer Vermittel
 barkeit. Karin Betz übersetzt aus dem Chinesischen und dem Englischen und
  kann davon berichten\, wie man fantastischen Körpern in einer anderen Sp
 rache Gestalt verleihen kann.\n\nAm vierten Abend des dezentralen Symposiu
 ms »Übersetzt aus der Zukunft« geht es ums Übersetzen im interdiszipli
 nären Sinne: Angefangen mit der Frage\, wie adäquat Übersetzungen in an
 dere Sprachen möglich sind\, sprechen wir über die Gratwanderung zwische
 n der wörtlichen Übertragung eines Sprichworts und der Möglichkeit\, er
 klärende Einschübe oder Fußnoten zu ergänzen\, um Spezifika der Ausgan
 gssprache zu übertragen. Außerdem wird es um visuelle Formen und Interpr
 etationsversuche gehen: Wie »klingt«  Spekulative Literatur in Bildform
  und wie kann Sprache sicht- und spürbar werden\, wenn sie nicht hörbar 
 ist?\n\nDen Büchertisch macht die Buchhandlung heiter bis wolkig – viel
 en Dank!\nDie Podiumsgäste\nKarin Betz übersetzt chinesische und englisc
 he Literatur\, ist Herausgeberin\, Moderatorin und Dozentin für literaris
 ches Übersetzen und Kulturwissenschaft. Übersetzt hat sie unter anderem 
 Mo Yan\, Liao Yiwu\, Liu Cixin\, Zhang Yueran und Yang Shuang-zi. Für ihr
 e Übersetzungen wurde sie vielfach ausgezeichnet\, 2024 unter anderem mit
  dem Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis und dem 17. Special Book Award of Ch
 ina.\n\nMarkus Färber lebt und arbeitet seit 2013 als freischaffender Com
 iczeichner und Illustrator in Leipzig. Er arbeitet zeichnerisch vor allem 
 im Bereich der Wissenschaftskommunikation und gestaltet gern Konzertposter
  im Originaldruckverfahren. Neben seinen künstlerischen Publikationen\, d
 ie beim Verlag Rotopol erscheinen\, betreibt er das Kassettenlabel »Casse
 ttendienst«. Er ist aktuell künstlerischer Mitarbeiter an der Kunsthochs
 chule Burg Giebichenstein in Halle/Saale im Fachbereich Visuelle Kommunika
 tion. markusfaerber.de\n\nTim Holland ist Autor\, Literaturvermittler und 
 Co-Verleger von hoch­roth München. 2022 erschien sein spekulative Langge
 dicht »wir zaudern\, wir brennen« (Matthes &amp\; Seitz Berlin)\, 2026 d
 ie Essays »Wenn Muskeln weinen. Zwischen Krafttraining und Doomscrolling
 « im MaroVerlag und »Angst« in der Reihe »Edition Poeticon« im Verlag
 shaus Berlin. timholland.de\n\nSarah Käsmayr ist Buchgestalterin und Verl
 egerin des Augsburger MaroVerlags.\nDas dezentrale Symposium\nDiese Verans
 taltung ist der vierte und letzte Teil des dezentralen Symposiums »Übers
 etzt aus der Zukunft« – initiiert von Lukas Dubro\, Tim Holland und Sar
 ah Käsmayr\, in Kooperation mit dem Kapsel-Magazin und dem Konfuzius- Ins
 titut an der Universität Heidelberg\, gefördert durch den Deutschen Übe
 rsetzerfonds. Wir danken der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle\, d
 ass sie uns den Raum für den Abend zur Verfügung stellt.
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