Der Roman hinterfragt aus weiblicher Sicht die weibliche Beteiligung und Haltung zum Nazi-Aufschwung.
Hermynia Zur Mühlen porträtiert in ihrem 1933/34 verfassten Roman drei ältere Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten – eine Arbeiterin, eine Aristokratin und eine Arztfrau.
In sechs Monologen und gleichzeitig im Dialog mit den Mädchen erzählen die Mütter, wie es kam, dass ihre Töchter Nazis wurden und wie sie die Wandlungen ihrer Töchter, ihre Ratlosigkeit und ihre Konflikte miterleben.
Was passiert in einer Beziehung zwischen Mutter und Tochter, wenn das Kind den gewohnten oder anerzogenen Werten und Prinzipien entrinnt? Wieviel Entfremdung hält sie aus? Wie weit kann eine Mutter sich abwenden?
Eine bewegende Lesung aus einem erschreckend aktuellen Roman.

